Pflege und Gerontopsychatrisches Konzept

Grundlage für unsere Arbeit sind unser Hausleitbild und unser Pflegeleitbild.

Die Konzeption in der Pflege beinhaltet:

  • Die Grund – und Behandlungspflege, sowie die Betreuung in allen Pflegegraden gem. SGB XI.
  • Das Ermitteln des Pflegebedarfs, sowie dessen regelmäßige Kontrolle und Anpassung.
  • Individuelle Planung des Pflegeprozesses nach Möglichkeit gemeinsam mit dem pflegebedürftigen Menschen, sowie nach Wunsch / Möglichkeit unter direkter Einbeziehung seiner Angehörigen.
  • Die Pflege und Betreuung auf Basis des anerkannten Pflegemodells nach Monika Krohwinkel. Dieses Modell schafft die Basis für eine einheitliche, bewohnerbezogene, fördernd-aktivierende Pflege. Der pflegebedürftige Mensch wird mit seinen vorhandenen Fähigkeiten wahrgenommen und zielgerichtet in seinem Lebensalltag unterstützt.
  • Die Berücksichtigung spezieller Belange von Menschen mit Demenz, denen wir sowohl konzeptionell als auch räumlich (Beschützter Bereich / Wohnbereich für Menschen mit Demenz) Rechnung tragen.
  • Die transparente und nachvollziehbare Dokumentation unserer Leistungen, schriftlich und über EDV.
  • Die enge Zusammenarbeit mit allen, die am Pflege- und Versorgungsprozess beteiligt sind. Dies sind insbesondere:
    - Ärzte: Es besteht freie Arztwahl, verschiedene Allgemein- und Fachärzte kommen ins Haus.
    - Ergänzende Dienstleister: Z.B. Krankengymnastik, Massage, Ergotherapie, Logopädie, Fußpflege, Hörakustik, Sanitätshäuser, Apotheken.

 

Gerontopsychiatrisches Konzept

Einleitung

Menschen mit Demenz benötigen eine Umgebung, die ihren Fähigkeiten und Ressourcen angepasst ist. Das heißt, die individuelle und ganzheitlich ausgerichtete Betreuung der Bewohner besteht darin, die körperlichen und sozialen Fähigkeiten zu erhalten, ggf. zu verbessern sowie einer Verschlechterung vorzubeugen und  wenn möglich, entgegen zu wirken oder sie auch zu akzeptieren. Dazu ist es notwendig, neben dem körperlichen Wohlbefinden die psychologischen und emotionalen Bedürfnisse der Bewohner  zu achten und sie in den Mittelpunkt zu stellen. Eine umfangreiche Biografiearbeit im Hinblick auf die individuelle Prägung ist dabei Voraussetzung.

Leitgedanken

Kein Mensch gleicht einem anderen, sowie keine psychische oder demenzielle Erkrankung der anderen gleicht.

Die unterschiedlichen  Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz verlangen einen weitaus größeren Bedarf an professioneller Pflege und psychosozialer Betreuung  als andere Heimbewohner. Um herausforderndes Verhalten (Unruhezustände, Apathie, depressive Stimmungen, Desorientierung, Sinnestäuschungen)  professionell begleiten zu können, bedarf es der Fachkompetenz unserer Mitarbeiter in der Pflege und Betreuung.

Ziel ist es eine Lebenswelt zu erschaffen, welche jegliche Ressourcen von Menschen mit Demenz unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Bedürfnisse so gut wie möglich zu nutzen weiß.  Das Zusammenleben in der Gemeinschaft wird durch den individuellen Tagesablauf bestimmt und spielt sich im gesamten Wohnbereich ab. Die Mitarbeiter stellen für die an Demenz erkrankten Menschen feste Bezugs-personen dar, die einen nahen und im Zeitverlauf stabilen und tragfähigen Kontakt zu ihnen aufbauen und pflegen. Die Pflege- und Betreuungskräfte kennen die Bewohner  hinsichtlich ihrer Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen, sodass sich enge Beziehungen in einer vertrauten Umgebung entwickeln können. Der Tagesablauf ist grob vorstrukturiert und wird durch die Individualität jedes einzelnen Bewohners ausgefüllt, was dem Menschen Sicherheit und Geborgenheit bietet. Die Bewohner  bestimmen selbst, wann sie aufstehen, zu Bett gehen oder wie lange sie essen möchten. Die Erinnerungsarbeit ist einer der wichtigsten Türöffner im Umgang von Menschen mit Demenz.

Unsere Ziele

Wir…

  • bieten wertvollen Lebensraum

  • fördern körperliches Wohlbefinden

  • vermitteln Geborgenheit, Vertrauen und ein Daheimgefühl

  • geben Orientierung

  • haben Räumlichkeiten der Begegnung

  • schaffen ein Milieu, in dem unsere Bewohner Akzeptanz und Selbstwert-gefühl erfahren und keinen Forderungen ausgesetzt sind, die sie nicht er-füllen können

  • versuchen die individuelle Lebensqualität eines jeden Bewohners zu er-

    halten bzw. zu optimieren

  • versuchen die Bewohner durch gezielte Förderung, wie dem Einsatz von geeigneten Hilfsmitteln, ergonomisch angepasstem Besteck oder einem speziellen rutschfesten Geschirr die eigenständige Nahrungsaufnahme zu ermöglichen

  • bieten Sicherheit und Konstanz

  • begreifen und gestalten den Alltag mit einem personzentrierten Beschäftigungsangebot

  • begleiten unsere Bewohner in ihrer veränderten Lebenswelt, helfen Entscheidungen zu treffen, Krisen zu bewältigen, den Tag zu gestalten um stetig neue Lust auf sinnvolle Integration zu entwickeln

  • akzeptieren von Anfang an jegliche Gefühle seitens der Bewohner und deren An- und Zugehörigen .

     

Das Einzige, worauf der Mensch nicht verzichten kann, ist der Mensch

Aristoteles 384 v. Ch.

 

Biografie als Fundament für den Umgang mit Menschen mit Demenz

Jeder Mensch ist geprägt durch Ereignisse, welche er während seinem bisherigen Leben durchlebt hat. Diese Erfahrungen, ob positiv oder negativ, leiten den Menschen und treiben ihn weiter. Die Identität jedes Einzelnen entsteht durch die individuelle Biografie, des Durchlebten sowie des Erfahrenen. Ein Mensch mit Demenz hat eine Vorgeschichte und eine eigene Identität. Jedoch ist die Erinnerung daran nur teilweise oder nicht mehr vorhanden. Die Lebensgeschichte ist das, was einen Menschen ausmacht. Mit allen Gewohnheiten, Fähigkeiten, Erfahrungen, Einstellungen und seiner Wertehaltung. Die Lebensgeschichte fängt mit der Geburt  an und endet mit dem Tod. Die Biografie ist ein wandelbarer Prozess ohne Stillstand. Die Erfahrungen bleiben bestehen oder entfalten sich in eine weitere Richtung. Die Biografie ist der feste Boden auf dem wir uns fortbewegen, mit allen Sinnen unseres Be- und Unterbewusstseins.

Fehlt einem Menschen die Erinnerung an seine Vorgeschichte oder ist diese unvollständig, so sind Unsicherheit und Verzweiflung häufig die Folge. Seine Identität ist gestört. Die Verhaltensmuster sind unklar, da ein momentanes Problem keine rasche Lösung offenbart. Eine Deutung der Gefühle von Menschen mit Demenz ohne biografisches Hintergrundwissen kann ein emotionales „Wirrwarr“ zur Folge haben. Demnach ist der Prozess hinsichtlich der biografischen Analyse ein wesentlicher Faktor, um Emotionen zu verstehen und professionell reagieren zu können. Die Identität kann sich durch adäquates Einfühlen in diese Menschen frei entfalten und somit das Selbstwertgefühl steigern.

In unserer Einrichtung gehört die Biografiearbeit zu den Aufgaben des Pflegepersonals und der Betreuung.

Suizidale Äußerungen nehmen wir ernst und handeln sofort. Unter ständigem Schutz und Beobachtung unserer Bewohner/Innen verständigen wir unverzüglich  einen Neurologen und/oder einen Psychiater.

Wir fördern ein soziales Umfeld durch Person – zentrierte Interaktions- und Kommunikationsangebote. Die Fachkompetenz unseres Pflegepersonals und der Betreuungskräfte ermöglicht eine den individuellen Bedürfnissen angepasste Pflege und Betreuung.

 

Nicht da ist man zu Hause

wo man seinen Wohnsitz hat,

sondern da, wo man verstanden wird.

Christian Morgenstern

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Unsere Bewohner stehen im Mittelpunkt und werden durch personzentrierte Haltung der Mitarbeiter in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen. Von dieser Einzigartigkeit spricht auch Tom Kitwood (Psychologe). Alle Menschen haben ganz persönliche Bedürfnisse.

Tom Kidwood sagt

„Kein Mensch kann allein aus sich heraus Person sein“

 

 

Mit der Blume des Lebens stellt Tom Kitwood die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz dar.

Diese sind Liebe, Bindung, Trost, Identität, Einbeziehung und Beschäftigung.

Aufnahme

Im Aufnahmegespräch gilt es die Angehörigen oder Betreuer mit dem Konzept vertraut zu machen. Die Akzeptanz für die inhaltliche Arbeit der Einrichtung ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Miteinander zum Wohle der Bewohner. Es besteht die Möglichkeit, dass sich Angehörige oder Betreuer im Vorfeld auf dem Wohnbereich melden, um einen ersten Eindruck von der Umgebung sowie einen ersten Kontakt zu den Mitarbeitern herzustellen. Es wäre wünschenswert,  wenn sich der Bewohner zum Einzug sein persönliches Milieu in Form von Puppen oder anderen liebgewonnenen Dingen mitbringt.

Milieugestaltung

Die Gestaltung des Wohnbereiches für Menschen mit Demenz ist den Wohnverhältnissen unserer Bewohner angepasst. Durch vertraut aussehende Einrichtungsgegenstände wie Sofas und Sessel sowie vielen weiteren liebevollen Details vermitteln wir das Gefühl von vertrauter Umgebung.

Vorstellung WB Beschützend

Unser beschützender Wohnbereich befindet sich im Erdgeschoss der Einrichtung. Alle 9 Doppelzimmer sind mit einer Grundausstattung eingerichtet und mit Niedrigflurbetten ausgestattet.

Jedes Zimmer hat ein Bad mit Waschbecken, barrierefreier Dusche mit Haltegriffen und Sitzmöglichkeit, sowie einem WC (ggf. mit Toilettensitzerhöhung).

Unser Wohnbereich verfügt über ein Badezimmer mit einer Liege-Sitzbadewanne, welche einen Zugang von der Seite hat und somit hohe Sicherheit und besten Komfort bietet.

Unser Speise- und Aufenthaltsbereich, in dem sich das wesentliche Leben unserer Bewohner abspielt, ist das Zentrum des Wohnbereiches.

Dieser Raum ist unterteilt in Küche und Essbereich sowie in einen Bereich mit einer Wohnlandschaft inklusive großem Fernseher. Der ganze Bereich wird der Jahreszeit entsprechend dekoriert.

Von hier aus haben unsere Bewohner auch die Möglichkeit barrierefrei auf unsere große Außenterrasse zu gehen.

Am Ende unseres Flurs befindet sich eine große Tastwand und ein Zimmer, welches als Rückzugsort für unsere Bewohner dient oder auch bei gegebenem Anlass als Ausweichmöglichkeit belegt werden kann.

Snoezelen Raum

Hier handelt es sich um eine speziell ausgestattete Räumlichkeit, welche den psychisch demenziell veränderten Menschen eine freundliche und harmonische Atmosphäre bietet. Wohlfühlen sowie Entspannung stehen an erster Stelle und werden durch bequeme Sessel, einem Wasserbett, Tastelementen, angenehmen Gerüchen, Lichtreflexen und beruhigender  Musik ausgelöst. Dieser Raum kann von allen Wohnbereichen genutzt werden.

Voraussetzung für die Unterbringung

Sowohl der dauerhafte als auch der zeitlich befristete Aufenthalt in einem beschützten Bereich ist eine Maßnahme, die tief in die Freiheitsrechte eines Menschen eingreift. Ist die Urteilsfähigkeit durch eine Erkrankung, die mit Verwirrtheit und Verlust der Orientierungsfähigkeit einhergeht, eingeschränkt oder verloren, bedarf es eines richterlichen Beschlusses, um den Erkrankten in einem beschützten Bereich unterzubringen. Diese Unterbringungsform einschließlich der Pflege und Betreuung ist gleichzustellen mit einem Fachpflegeheim für Gerontopsychiatrie. Daher gilt für diesen Wohnbereich auch ein entsprechender Sonderpflegesatz.

Kriterien zur Verlegung eines Bewohners auf einen offenen Wohnbereich

  • Eine Selbst-und Fremdgefährdung ist nicht mehr vorhanden

  • Der Bewohner/In hat keine Hinlauftendenz mehr

  • Eine Suizidgefährdung liegt nicht mehr vor

  • Es besteht ein allgemeiner krankheitsbedingter Abbau der Mobilität

  • Die Demenz ist weit fortgeschritten

  • Die Bewohner gefährden sich selbst oder Andere nicht mehr

  • Unterrichtung des Sozialdienstes bei Veränderung des Bewohners/In hinsichtlich der Möglichkeit einer Verlegung auf einen offenen Wohnbereich.

Vorstellung WB 6 für Menschen mit Demenz

Unser Wohnbereich für Menschen mit Demenz befindet sich im 6. Obergeschoss der Einrichtung.  Alle 18 Einzelzimmer sind mit einer Grundausstattung eingerichtet und teilweise bzw. bei Bedarf mit Niedrigflurbetten ausgestattet.

Wir bieten unseren Bewohnern die Möglichkeit ihr Zimmer mit möglichst vielen Gegenständen aus ihrem früheren Zuhause individuell zu gestalten. Dies können Möbel, Bilder, Fotos oder andere kleine Erinnerungsgegenstände sein. Wichtig ist es, die Angehörigen in diese Gestaltung mit einzubeziehen. Die persönliche Einrichtung des Zimmers soll dem Bewohner ein Gefühl der Geborgenheit und Vertrautheit vermitteln.

Ausstattung und Struktur beider Wohnbereiche

Umgebungsanpassung

Da durch die Erkrankung Demenz eine Anpassung an die Umgebung kaum noch möglich ist, muss die Umwelt sich an die Menschen mit Demenz anpassen. Dabei wird eine Balance zwischen aktivierenden, stimulierenden, wahrnehmungs-fördernden und schützenden Elementen angestrebt.

Orientierungs- und Identifikationshilfen

•          Klare, übersichtliche bauliche Struktur

•          Große, gut lesbare Kalender sowie gut sichtbare Uhren

•          Jahreszeitliche Dekoration

•          Aushang mit Wochenprogramm, Bekanntgaben der Feste und Feiern, 

           Menüplan

•          Häufige Ansprache mit Namen

•          Klar beschriftete Türen, ggf. mit dem Geburtsnamen

•          Darstellung des diensthabenden Teams mit Namen und Foto

Tagesstrukturierung

Die im Verlauf der Demenz auftretenden Einschränkungen machen es dem betroffenen Menschen zunehmend unmöglich die Zeit vom Erwachen bis zum Schlafengehen zu überblicken und in Tageszeiten zu strukturieren. Der Tag kann dann nicht mehr geplant werden. Der Alltag wird so gestaltet, dass der Bewohner einen für ihn sinnvollen Tagesablauf und somit einen erfüllten Tag erlebt. Die Essenszeiten sind fest und können dennoch den individuellen Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden. Der Bewohner selbst bestimmt die Zeit zum Schlafengehen. Der Wohnbereich ist überwiegend von einem Mitarbeiter des Nachtdienstes besetzt, so dass auch nachts individuelle Schlafgewohnheiten weitestgehend berücksichtigt werden können.

Betreuungsangebote

Orientiert an den Bedürfnissen der Bewohner, ihrer Ressourcen und Defiziten werden folgende Betreuungsangebote integriert:

Saisonales Kochen und Backen

Bewegung

Die Aktivitäten sind auf die jeweilige Zusammensetzung der Gruppe, den körperlichen und geistigen Fähigkeiten und auf den gesteigerten Bewegungsdrang der Teilnehmer abgestimmt. Dies können sein:

•          Tanzen

•          Ballspiele

•          Entspannungsübungen

•          Gymnastik

•          Spaziergänge

Singen

Die Gefühlsebene, die bei Menschen mit Demenz noch sehr lange erhalten ist, wird durch Musik besonders angesprochen. Sie finden hierbei eine weitere Möglichkeit, ihre Stimmungen und Gefühle auszudrücken. Bei der Auswahl von Liedern und Melodien wird auf Vertrautes und Bekanntes zurückgegriffen.

Gedächtnisübungen

Beim Gedächtnistraining wird auf das Potenzial, welches erfahrungsgemäß im Langzeitgedächtnis liegt, eingegangen. Wir orientieren uns dabei nicht an den kognitiven Einschränkungen, sondern an den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Bewohner. Ziel ist es, Altbekanntes, wie z.B. Jahreszeiten, bekannte Feste, Sprichwörter, Musik etc. anzusprechen.

Kreatives Gestalten

Das kreative Angebot orientiert sich an den Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmer. Vorrangiges Ziel hierbei ist die Steigerung des Selbstwertgefühls der Menschen mit Demenz durch Erfolgserlebnisse und Anerkennung.

Spielgruppe

Das Angebot der Spielgruppe findet regelmäßig statt, die Teilnehmerzusammen-setzung ist dabei flexibel. Angeboten werden verschiedene traditionelle Gesell-schaftsspiele.

Validation

Validation ist eine Kommunikationstechnik um Zugang zu einem verwirrten an Demenz erkrankten Menschen zu finden. Validation ist ein Schlüssel, um die Gefühlswelt dieser Menschen zu öffnen. Die Gefühlswelt dieser  Menschen ist zeitlos und im Langzeitgedächtnis gespeichert. Ein Mensch  mit Demenz zieht sich häufig in seine Vergangenheit in seine Sicherheit zurück. Der validative Kontakt ist oftmals über den Verstand hinaus das Archiv zur verständnisvollen, anerkennenden Kommunikation.

Ziele

  • Angst reduzieren durch Vertrauen

  • Zugang zum Bewohner finden

  • Bedürfnisse erörtern

  • Kennenlernen der Gefühlswelt durch detaillierte Beobachtung und validative Gespräche

Wann ist Validation angebracht?

  • Bei kognitiven Beeinträchtigungen

  • In der letzten Lebensphase, um zu beruhigen

  • Bei fortgeschrittener Demenz

  • Bei sensorischer Beeinträchtigung

Basale Stimulation

Bei der basalen Stimulation werden alle Sinne angesprochen, wie Körper- und Hautwahrnehmung, Geruchs- und Geschmackssinn sowie Seh- und Hörsinn.

Zusätzliche Angebote

  • Regelmäßige Möglichkeiten der Fußpflege bzw. Podologie

  • Ein gepflegter Garten vor unserer Einrichtung lädt zum Verweilen und Spazieren gehen ein

  • Unsere Cafeteria ist mehrmals wöchentlich von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet

  • Alle Bewohner sind herzlich eingeladen die Gottesdienste in der hauseigenen Kapelle zu besuchen

  • Verschiedene Festlichkeiten im Freien oder in unserem großen Speisesaal finden das ganze Jahr über statt

  • Bei Bedarf oder auf Wunsch kommen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden etc. auf den Wohnbereich.

  • Von Montag bis Donnerstag besteht die Möglichkeit abendlicher Betreuung. Diese findet von 18:00 bis 19:00 Uhr mit unterschiedlichen Beschäftigungs-angeboten in unserem Kaffestüble statt.

  • Der Friseur ist einmal wöchentlich im Hause.

Verhaltensdokumentation bei Veränderung psychischer  Einschränkungen

  • Engmaschiger schriftlicher als auch mündlicher Kontakt mit dem zuständigen Neurologen/ Psychiaterbei Verhaltensänderungen und/oder suizidalen Absichten

  • Gespräche mit dem Amtsarzt und Schilderung der aktuellen Verhaltens-beobachtung bei der richterlichen Begutachtung

  • Einholung eines ärztlichen Gutachtens durch den Neurologen oder Psychiater

  • Einbeziehung der Angehörigen oder Betreuer.

Angehörigenarbeit

Die Einbindung von Angehörigen oder Betreuern ist sinnvoll und auch gewünscht. Ziel der Angehörigenarbeit ist es, sie als Bezugspersonen des Bewohners zu erhalten.

Zu unserer Angehörigenarbeit gehören:

  • Information der Angehörigen mittels Aushängen geplanter Vorhaben

  • Regelmäßige Feste mit den Angehörigen als Gäste

  • Individuelle Gespräche über das Befinden des Bewohners, gesundheitliche Entwicklungen, pflegerische Intervention

  • Möglichkeiten zur Teilnahme an Aktivitäten und Ausflügen

Begleitung von Menschen mit Demenz in der Sterbephase

Die Würde jedes Menschen ist auch im Sterben unantastbar. Für ein würdevolles Sterben sind die individuellen Bedürfnisse der Menschen wichtig und in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu gehören die Sicherung der Lebensqualität, die Linderung der körperlichen Beschwerden und das Bedürfnis nach Geborgenheit. In Zusammenarbeit mit dem Palliativnetz Pforzheim sowie dem ambulanten Hospizdienst wird eine individuelle Begleitung organisiert. Auf Wunsch wird der zuständige Seelsorger in den Sterbeprozess mit eingebunden. Angehörige die den Bewohner in der Sterbephase begleiten möchten, erfahren ebenfalls Unterstützung durch unsere Mitarbeiter und wenn gewünscht auch durch den Seelsorger.

Mitarbeiter

Das Pflegeteam setzt sich zusammen aus examinierten Altenpflegern, Pflegehilfskräften, Betreuungskräften und Auszubildenden. Zusätzlich ist auf dem WB Beschützend eine Fachkraft mit der gerontopsychiatrischen Zusatzqualifikation beschäftigt. Beide Wohnbereiche verfügen über zusätzlich ausgebildete Demenz-experten. Bei der Zusammensetzung des Teams geht es nicht ausschließlich um die fachliche Qualifikation, sondern auch um persönliche Voraussetzungen wie

  • besondere Motivation sich intensiv mit Menschen zu beschäftigen, die an unterschiedlichen psychischen und physischen Verlusten leiden
  • Empathie und Geduld
  • Bereitschaft und Fähigkeit Geborgenheit zu vermitteln
  • Authentizität in der Begegnung mit Menschen
  • Kreativität und Phantasie

Für alle beteiligten Mitarbeiter ist das Angebot von Fallbesprechungen im Rahmen der Teambesprechung und/oder im Rahmen einer Supervision sichergestellt.

Fort-und Weiterbildungen

Die Mitarbeiter des Wohnbereichs für Menschen mit Demenz sind in der Betreuung und Pflege von an Demenz erkrankten Menschen geschult. Jeder neue Mitarbeiter erhält eine einführende Grundlagenschulung im Hinblick auf die besonderen Anforderungen der an Demenz erkrankten Menschen.

Zudem finden weitere Fortbildungen zum Thema Demenz im Rahmen der internen Fortbildungsplanung statt.

Teambesprechungen

In den sich überschneidenden Zeiten finden die Dienstübergaben statt, um einen lückenlosen Informationsfluss zwischen den Pflegekräften zu gewährleisten. Außerdem finden 1-2 Teambesprechungen pro Monat statt, an der bei Bedarf auch andere im Haus tätige Berufsgruppen teilnehmen.

Qualitätssicherung und Evaluation

Unser Ziel ist es, die Qualität der Pflege und der Betreuung stetig zu prüfen und weiter zu entwickeln. Wir sind offen für Rückmeldungen und sehen die tägliche Arbeit als einen stetigen Verbesserungsprozess.

 

 

Realisierung & Design: Agentur Lorch